Diamantene Hochzeit

Diamantene Hochzeit

Liebe Freunde der Tagesgedanken,

in den nächsten Tagen passiert hier erst einmal wieder nichts … denn ich fahre zu meinen Eltern.
Sie haben heute den 60ten Hochzeitstag. 60 Jahre verheiratet! Das schafft von uns glaube ich niemand mehr. Ein unglaublich lange Zeit gemeinsam durch alle Umstände, Schwierigkeiten, Höhen und Tiefen. Das ist schon fantastisch.

Die beiden sind sicher kein Paradebeispiel von harmonischer Partnerschaft. Gehen, besonders jetzt im Alter, häufig recht ruppig miteinander um. Aber wenn es dann einem von beiden schlecht geht, was leider recht häufig vorkommt, dann merkt man: Sie gehören zusammen. Und das ist doch sehr schön.

Weniger schön ist die Überlegung, was wird wenn einer von beiden nicht mehr da ist … Das ist wirklich schwierig, wenn man über eine so lange Zeit aufeinander fixiert ist … gar nicht mehr weiß, wie es ist alleine zu sein … sie wollen nicht drüber nachdenken, was dann wird. Verständlich auch das. Also will ich das auch nicht tun, besonders an einem solchen Tag und das Miteinander, die Gemeinschaft und ja auch die „Seelenverbindung“ ehren und feiern.

Und mir und auch euch wünschen, dass auch an unserer Seite in hohem Alter jemand ist der uns ehrt und achtet und liebt – es darf ja gern ein bisschen weniger kratzbürstig sein, als bei meinen Eltern. 😉

Vielleicht auch eine gute Gelegenheit, mal wieder in die Texte zum Thema „Harmonische Parternschaft“ zu schauen, die ich gemeinsam mit meinem verstorbenen Mann zusammen gestellt habe: https://www.heilpraxis-hirschburger.de/texte-und-hinweise (gleich der oberste Punkt)

2 Replies to “Diamantene Hochzeit”

  1. Natürlich steht an so einem Tag etwas anderes im Vordergrund. Doch die Verdrängungsmethode hilft Dir prinzipiell nicht weiter. Da es nicht klar ist, wer als letzter übrigbleibt, hilft es vielleicht gemeinsam Zeit zu verbringen. Dabei kann man herausfinden, was dem Elternteil wichtig ist, woran er einfach Freude hat. Im Fall des Übrigbleibens kann man dann an diesen Ankerpunkten anknüpfen und Hoffnung und Trost für die Zeit ohne Partner schenken. Ich bin selber genau in dieser Phase und mir fehlen manchmal einfach die Ankerpunkte.

    1. Da wünsche ich auch dir viel Kraft für diese Lebensphase. Meine Eltern wollen das anstehende Thema verdrängen, nicht ich. Aber da dann kann dann ich auch nichts tun.
      Ansonsten bin ich natürlich gern mit ihnen zusammen – das Anstrengende ist nur, dass es kaum was gibt dass ihnen noch Freude bringt. Das ist so gänzlich wider meine Natur … 🙂
      Viele Grüße und alles Gute dir.

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