Kalendergeschichte Februar

Kalendergeschichte Februar

Kalendergeschichten

Februar des Kalenders „Sächsische Schweiz 2019“ (Info & Bestellung: Kalender)

„Wanderung zum Kleinen Winterberg“ 

Das Februar-Bild des Kalenders ist entstanden, als ich endlich mal wieder Lust und Gelegenheit hatte auf eine „richtige“ Wanderung im Elbsandsteingebirge. Und da ich sehr gerne das Angenehme mit dem Spaßmachenden verbinde, musste natürlich die Kamera mit. Entschieden habe ich mich für eine Tour, die für andere vielleicht nur ein Spaziergang ist. Aber da ich  Genußwanderer – und mangels Training auch nicht sooo fit bin 😉 – sollte es nur zum Kleinen Winterberg gehen. Start war am frühen Morgen am Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal, denn ich hoffte auf einen schönen Sonnenaufgang auf dem Aussichtspunkt auf dem Kuhstall. Das ist dieses berühmte Felsentor, das als einer der ersten Punkte in der Sächsischen Schweiz touristisch erschlossen wurde. Man konnte sich damals sogar per Esel vom Lichtenhainer Wasserfall aus dort hinauf transferieren lassen. Mir blieben jedoch nur die eigenen Füße und so ging es ein gute halbe Stunde vor Sonnenaufgang aufwärts.

Leider war der Sonnenaufgang dann alles andere als spektakulär und die Stimmung eher trist. Dichte Wolken zogen dahin .. dann ein wenig rosa … das wars. Die Aussicht ist trotzdem einfach grandios.

Kalender Sächsische Schweiz Kuhstall
Aussicht vom „Kuhstall“

Weil es auch ohne strahlende Sonne schön ist dort oben, verweilte ich noch etwas hier und dort. Knipste ein paar Wurzeln und genoss den kühlen Morgen. Es hatte stattliche -10°! Als ich dann schon das Stativ verstaut hatte und mich an den Abstieg machte, warf ich einen letzten Blick zurück. Und sah die unglaublichsten Wolkenstrukturen seit Langem! Leider habe ich mir nicht die Mühe gemacht, nochmal alles auszupacken, darum gibt es nur einen dokumentarischen Schnappschuss davon. Aber schließlich war ich ja auch hauptsächlich zum Wandern unterwegs.

Wolken Sächsische Schweiz
„Crazy“ Wolken über der Sächsischen Schweiz

Der Abstieg vom Neuen Wildenstein, auf dem sich der Kuhstall befindet, führt dann durch eine enge Schlucht und etliche Treppen hinab in den Wald. Es war eine sehr schöne, wundersam ruhige Stimmung mit sanft verschneiten Wegen – und so mancher eisigen Stelle. Wenn es dann richtig hell ist, ist mir auch gar nicht mehr mulmig so ganz allein im Wald und ich kann das einsame Wandern sehr genießen. Was gibt es da nicht alles zu entdecken entlang des Weges, wenn man nur aufmerksam und wachsam ist!

Nach einer Weile am Fuße des Aufstiegs zum Kleinen Winterberg angekommen, sieht man dann vor sich … viiiiiele Stufen. Uff, da komme ich selbst bei diesen Temperaturen ins Schwitzen. Aber nett ist es trotzdem, und man kann sich ja jederzeit für´s Stehenbleiben entschuldigen, weil es so viel zu sehen gibt. Und so im Winter ohne Blätter, offenbaren sich noch ganz andere Aus- und Einsichten als im Sommer.

Aufstieg Kleiner Winterberg
Da geht´s nuff …

Auch der Blick nach oben lohnt hin und wieder. Da ergeben sich doch ganz neue Perspektiven. Und siehe da, plötzlich kommen da sogar ein paar „blaue Löcher“ in der Wolkendecke angeschwebt. Besteht evtl. noch Hoffnung auf einen schönen sonnigen Wintertag? Schließlich ist es ja noch nicht einmal eine Stunde nach Sonnenaufgang. Also wer weiß …

Kalender Sächsische Schweiz
Perspektivwechsel

Und wirklich: Oben angekommen wähnte ich mich im Winterwunderzauberland. Die Sonne drang hin und wieder durch die Wolken und brachte zarte Dunstschwaden zum Leuchten.

Dann gab es eine ganz besonderes Geschenk und ich habe mich wirklich wie ein kleines Kind darüber gefreut. Gut, dass ich ganz allein da oben war und niemand meine Entzückensrufe hörte. ☺

Denn als hätte eine Fee den Zauberstab geschwenkt, gab es plötzlich zum blauen Himmel Glitzerfunkelzauberschnee. Wie in der Schneekugel, wirklich. In meiner Begeisterung habe ich damals auch ein kleines Handyvideo gemacht. Es findet sich auf meiner Facebookseite.

Auf dem folgenden Bild ist die wohl berühmteste Stelle am Kleinen Winterberg zu sehen. Richtig, nicht auf, sondern am Kleinen Winterberg. Denn der eigentliche Gipfel ist noch ein gutes Stück höher und kann, da in der Kernzone, offiziell nicht betreten werden. Aber diese Aussicht hier läuft doch jedem Gipfel den Rang ab. ☺ Unzählige Bilder existieren von ihr schon, meist direkt zum Sonnenaufgang. Das ist für mich auch noch mal ein Projekt, aber dafür muss ich noch ein bisschen Mut sammeln – denn dafür muss man eine Stunde durch den dunklen Wald. So genoss ich dieses Panorama auch sehr mit Schneesternchen statt Sonnensternchen. Und hab vor lauter Begeisterung nicht mal gefroren.

Relativ rasch schloss sich dann leider die Wolkenlücke, die Begeisterung über die Schönheit der Landschaft blieb jedoch. Ich glaube, ich habe fast eine Stunde da oben zugebracht, ohne es recht zu merken.

Ein Stück weiter des Weges ist dann auch das Kalenderbild entstanden. Beim Sichten der Bilder damals hätte ich nicht gedacht, dass eines davon Kalenderpotenial hat. Aber mittlerweile bin ich richtig verliebt in dieses Bild. Es gibt so authentisch die Stimmung wieder, wie man sie an einem Wintermorgen in der Sächsischen Schweiz genießen kann. Und ich hoffe sehr, die Käufer der Kalender erfreuen sich genau so daran wie ich.

Kleiner Winterberg - Kalender 2019 Februar - Sächsische Schweiz
Am Kleinen Winterberg – Kalender 2019 Februar – Sächsische Schweiz

Der Abstieg über den Reitsteig, Heringsloch und Kleinen Zschand war dann einfach wundervoll. Stiller Wald und immer wieder sonnige Lichtblicke. Nur die vereisten Stellen der Wege forderten ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Ansonsten: Genuß pur. Und so in Bewegung machen auch die Minusgrade überhaupt nichts aus.

Für den Rückweg wählte ich dann die Zeughausstraße und umrundete so den Neuen Wildenstein mit dem Kuhstall den ich morgens bestiegen hatte. Nach knapp 14 km und immerhin insgesamt 500 Höhenmetern aufwärts und noch mehr abwärts endete meine Tour am vereisten Lichtenhainer Wasserfall.

Lichtenhainer Wasserfall im Winter
Lichtenhainer Wasserfall im Winter

Die Sächsische Schweiz ist zwar klein, aber durch das viele Auf- und Ab, die Stufen, Stiegen und Leitern, hat sie so ihre ganz eigenen Herausforderungen. Auf welchen Wegen man auch wandelt – sie ist immer faszinierend. Wenn ich dir davon einen Eindruck vermitteln konnte, dann freut mich das sehr.

Und wenn du jeden Monat ein wenig davon in deinem Zuhause haben möchtest, dann bestelle doch den Kalender gleich hier:
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