Kroatien Tag 11

Kroatien Tag 11

Resümee eines aussichtsreichen Tages

Der gestrige Abend war glaube ich der schönste bisher. Nachdem ich meinen Bericht fertig hatte, wollte ich wirklich noch essen gehen. Direkt neben meinem Stellplatz ein Fischgrillhaus, aber nur ein paar trinkende Leute dort. Dagegen war die Konoba weiter vorn vorhin rappelvoll. Wird wohl seine Gründe haben, also dorthin geschlendert. Aber die hatten schon Küchenschluss. Was für ein Glück 🤭 – denn so lande ich doch auf der Terrasse des Grillhauses direkt am Wasser, mit Blick auf mein Auto. Das Essen ist oberlecker und die Bedienung sehr nett, obwohl ich der letzte Gast bin. Die Fische heißen hier Oslić und waren total frisch. Eine klare Empfehlung für das Bistro Riva in Sveti Juraj.

Die Nacht ist total ruhig, trotz des dann einsetzenden Regens, und als ich um 7 die Augen öffne, sehe ich DAS. 😍. Da musste ich natürlich fix in die Schlumperhose schlüpfen und die Kamera zücken. Kurz danach fängt es wieder heftig an zu regnen und mir vergeht die Lust auf Kaffeekochen. Hunger habe ich eh keinen nach dem späten Essen gestern. Also alles aufgeräumt und einfach los. Das geht mittlerweile sogar ganz ohne aussteigen. Frau will ja schließlich nicht nass werden 🤭.

Weiter soll es gehen, die Küstenstraße entlang Richtung Zadar. Doch gleich am Ortsausgang ein Wegweiser zu einem Marienheiligtum. Oh, wäre das nicht ein guter Platz zum Kaffeekochen. Also schnell abgebogen und es geht aufwärts. Was für eine gute Entscheidung! Wo immer diese Kirche ist, nur wegen der Aussicht hat sich das definitiv gelohnt. Insgesamt 8 km kurve ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Berg hoch – und dann auch wieder runter – und kann mich gar nicht satt sehen.

Und der Salbei überall 😍. Jetzt wird auch welcher gepflückt um den Duft mit mir zu nehmen. Ein paar Blättchen kaue ich gleich und mein Magen freut sich sehr 😁. Weiter in das Velebitgebirge vorzudringen macht aber keinen Sinn, denn die Wolken hängen in greifbarer Nähe und bis zur Kirche waren es noch 19 km wie sich herausstellt. Macht nichts, ich komme ganz sicher wieder einmal hierher.

Wieder auf der Küstenstraße kommt man kaum vorwärts – weil man ständig anhalten und gucken möchte 🤣 Hoch oben verläuft die Straße und gibt den Blick auf die Inseln frei. Nur selten geht es steil zu kleinen Dörfern hinunter. Dann kommt ein Abzweig zu einem Ort namens Starigrad. Den nehme ich doch glatt mal. Dass es sich dabei nicht um den größeren Ort aus dem Reiseführer handeln kann, merke ich schnell an der schmalen Straße ohne Leitplanken auf der ich schon hin und wieder mal schnaufen muss. 😬 Wenn etwas entgegen kommt wird es lustig. Vollkommen zu Recht ist hier Durchfahrtverbot für Wohnmobile und Wohnwagen.

Endlich unten bin ich begeistert, denn ich finde eine stille Idylle vor. Es macht Spaß, auf dem teils in Terrassen angelegten Hügel herum zu klettern.  Aber Vorsicht, hier gibt es auch ganz gemeine Spritzgurken. So eine hab ich auf La Gomera mal unbedarft angefasst und musste brennend feststellen, dass diese ziemlich giftig sind. 🙈 An einer Stelle liegen Teile alter Grabsteine und erstaunt stelle ich fest, dass genau darüber der Friedhof ist.  Es schöner steiniger Wanderweg zieht sich an der Küste entlang und man könnte hier sicher sehr weit laufen. Und dann finde ich einen feinen Lieblingsplatz … Ich sitze eine ganze Weile auf der Steinbank mit Felsenrücken und schaue aufs Meer hinaus. Hier kann man sich so richtig im Einklang fühlen mit sich und der Welt 😇

Beim geplanten Aufstieg zur Burgruine dann entdecke ich die nächste Regenfront. Mist, das will ich nicht abbekommen, lieber schnell wieder zum Auto und endlich Kaffee kochen. Der ist fast fertig, als es losprasselt und ich mich schnell einniste in meinem Häuschen. Hach, wie ich es liebe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 😁 Was ich jetzt aber auch weiß: Im geschlossenen Auto, nur mit geklappten Ausstellfenstern, kochen ist nix. Ich bekomme sofort Kopfschmerzen und mache die Tür wieder einen Spalt auf. Schnell war der Kaffee aber dann fertig und ich konnte ihn in Ruhe, begleitet von Vogelgezwitscher, genießen.

Auf dem, nun wieder regenfreien, Weg nach oben halte ich noch einmal an um einen Blick zurück zu erhaschen. Und habe eine wundervolle Begegnung. Drei Hirschkühe scheinen keine schlechten Erfahrungen mit Menschen zu haben und lassen sich eine ganze Weile beobachten, bevor sie ins Gebüsch verschwinden. 😍 Und auch sehr schöne Blumen wachsen da. Die Pflanzenapp verrät mir, dass es sich dabei um den streng geschützten und seltenen Brennenden Strauch handelt – der ebenfalls stark reizende ätherische Öle enthält. Wunderschön sind sie trotzdem.

Ich folge der gewundenen Küstenstraße und genieße die Aussicht auf Berge und Meer. Prizna rückt näher und damit die Fähre zur Insel Pag. Hm, soll ich… Na, mal gucken schadet ja nicht. Unten im Fährhafen blättere ich im Reiseführer, überlege in und her. Die Fähre wird bald da sein… Aber warum auch immer, es zieht mich nicht dort hinüber und so kurve ich die Straße wieder nach oben. Der Blick auf Pag gegenüber weckt immer wieder Gedanken an Marsmännchen.

Kurz hinter Rebarica erreicht die Straße Meeresniveau und es findet sich ein hübsches Plätzchen für eine Ruhepause mit Blick auf die karge Insel gegenüber. Wilde Gladiolen wachsen hier, die habe ich auch noch nie gesehen. Weiter geht die Fahrt aussichtsreich immer an der Küste entlang und es gibt so manchen Parkplatz für einen Fotostop. Aber man kann ja nicht überall … also mal etwas zügiger vorwärts bitte. Aber nach einer Weile … Mist, ich hätte vorher doch etwas schlafen sollen, denn mir fallen die Augen zu. Keine gute Idee bei den Kurven. Und wie es dann so ist, kommt prompt kein Parkplatz mehr 🙈. Als ich dann einen finde, ist der genau gegenüber der Brücke nach Pag. Kein übler Platz für ein schnelles Schläfchen.

Am Horizont wird es etwas heller und beim Blick in Google Maps reift die Idee, vielleicht doch heute Abend noch zum Sonnenuntergang zum Zrmanja Canyon zum Fotografieren zu fahren. Das ist einer der Fixpunkte, die ich mir schon zu Hause überlegt hatte. Wenn es denn nichts werden sollte mit einem guten Bild, habe ich dann morgen noch eine Chance … Aber vorher muss der Schlafplatz klar sein. Der Reisführer empfiehlt das Autocamp Pisak in Seline. Hm, Strom wäre nicht schlecht, ich habe blöderweise vorgestern die Box nicht richtig voll geladen. Aber erstmal schauen, ob sich nicht was Stilles Freies findet. Fände sich, ich entdecke drei brauchbare Stellen – und lande dann doch im Camp. 😁. Dem Strom und der Entspannung wegen. Und als gute Ausgangsbasis für Wanderungen im Paklenica Nationalpark morgen, so denn das Wetter willig ist.

Ich bin dann also mal noch auf Fototour und ihr dürft schon mal lesen 🙂. Wenn ihr das auch außerhalb FB tun wollt bitte hier entlang:


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2 Replies to “Kroatien Tag 11”

  1. Ja ,die Bilder und die Reiseberichte sind treffend.Ich kenne dieses wunderschöne Land schon seit 20 Jahren und war manchmal 2 bis 3 mal im Jahr da,sogar bis in den November hinein.wenn du nach Omis kommst,schau dir die Klamm an,ist sehr schön ,auch der Campingplatz ist schön gelegen und preiswert.Ich wünsche dir noch viele schöne Eindrücke und gute Reise. Ich fahre dieses Jahr auch noch.LG. Anne

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