Kroatien Tag 16

Kroatien Tag 16

Resümee eines langen Tages

Das war wirklich ein sehr langer Tag. Darum gibt es den Bericht heute auch spät. Füße hoch, Bierchen und was kochen waren erstmal wichtiger. Es gibt aber gar nicht so viel zu berichten, dafür viele Bilder.

Am Abend gab es noch einen gigantischen farbigen Sonnenuntergang – ganz klar, wenn ich schon mal ohne jede Aussicht unter Bäumen stehe. 🙈 Dann hatte ich aber eine sehr ruhige Nacht auf dem Parkplatz in Lozovac. Der Wecker stand auf um 7, denn um 8 macht der Nationalpark auf. Wobei ich mal wieder viel zu regelkonform gedacht habe, nichts und niemand hätte mich daran gehindert, schon eher hinein zu gehen.


So gehe ich aber brav zur Öffnungszeit los, bezahle meine 80kn und hoffe, dass das Licht noch halbwegs brauchbar ist. Es geht recht steil den Berg hinunter und langsam hört man sie schon rauschen, die Wasserfälle des Skandinski Bug.

Ich tauche ein in eine atemberaubende Wasserwelt. In tausend kleinen und großen Bächen und Wasserfällen fließt die Krka meerwärts. Manchmal ist es wie im Mangrovenwald, dann wieder tost es gewaltig abwärts. Schillernde Libellen überall und Fische in glasklaren Wasser. Ein wahrer Fotografenspielplatz 😁

Ein Bohlenweg führt durch das Paradies und zunächst bin ich noch fast allein. Ich folge dem Rundweg, es geht auch gar nicht anders, denn überall ist das Wasser. Eine tolle Aussicht auf eine der großen Kaskaden ist leider ziemlich zugewachsen. Aber da unten kommt schon die Brücke in Sicht, die über den Fluss führt und von der man frontal darauf schauen kann

Baden dürfen seit diesem Jahr nur noch die Einheimischen hier. Fotograf findet das natürlich sehr gut 😁. Auf der anderen Seite des tosenden Wasserfalls finden sich neben einem Restaurant auch noch einige Stände und eine historische Mühle. Auch ein paar Ausstellungsräume sind hier. Mich faszinieren aber natürlich die Aussichten auf die Wasserfälle mehr ☺️

Nun bin ich schon am Ende der Runde, es sind nur ca. 2km. Aber was hier so kurz klingt, war für mich eine ganze Reise. Es ist mittlerweile um 1 – halb 9 bin ich losgegangen. Fotografenspielplatz, sag ich doch. Und Langzeitbelichtungen dauern eben. Und sitzen und genießen möchte frau ja auch noch.

Aber nun den Berg wieder hochgeschnauft, es gibt ja noch mehr zu sehen. Der nette Schwabe, den ich auf dem Berg kennengelernt hatte, meinte den Krka Nationalpark könne man mal so in einer halben Stunde mitnehmen, da wäre ja nicht viel. Ich weiß nicht wo er war, aber ich werde am Ende den ganzen Tag unterwegs gewesen sein und nicht alles gesehen haben 🤪

Am Parkplatz kurz die Füße hochlegen, dann geht es los in Richtung des Wasserfalls weiter flußaufwärts. Roski Slap heißt er und auf dem Weg zu ihm gibt es noch einen See mit Insel zu bestaunen. Die Abzweigung dort hin ist auch schnell gefunden und ein paar Bilder ebenso schnell gemacht. Schön ruhig ist es hier, aber sonst nicht so besonders finde ich.

Also weiter… Oh, was ist das? Ein Hinweisschild auf einen Aussichtspunkt. Also fix scharf rechts rein, das wird schon noch reichen von der Zeit her. Eine schmales Asphaltsträßchen schlängelt sich durch Buschwerk. Ein Warnschild vor Wildschweinen. Na prima 😬.

Gott, wie weit ist das denn noch… Mein Navi zeigt gar nichts an, auch Google Maps ist ein wenig ratlos. In Mapy.cz werde ich fündig, da ist der Aussichtspunkt eingezeichnet. Na gut, kann ja nicht ewig weit sein. Der Asphalt geht, wer hätte das gedacht, mal wieder in Schotter über und nach gefühlten 10km… ist mitten im Wald Schluß. Mapy verheißt einen Kilometer Fußweg… Oh menno, aber wenn ich nun schon mal da bin. Drei Motorräder stehen hier und deren Besatzung kommt mir bald entgegen. Lohnt sich das? Auf alle Fälle, beste Aussicht ever. Na gut, also weiter.

Und…sie haben wirklich nicht geflunkert. Es ist gigantisch. Und von hier oben macht die Insel doch gleich viel mehr her. Eine halbe Stunde und viele Bilder später trete ich den Rückweg an. Hach, ist das schööön hier.

Auch der nächste Wasserfall ist einfach nur herrlich. Und in der anderen Richtung schweift der Blick über einen See – da oben, am Ende des Sees und am Beginn der Klamm, ist der Aussichtspunkt wo ich vorher war. Noch auf der anderen Seite der Straße ein Stück gegangen, dann ist es Zeit. Es ist halb 7 und ich weiß noch nicht, wo ich schlafe. Aber zur Not fahre ich wieder nach Lozovac, das ging ja gut.

Aber irgendwie zieht es mich wieder ans Meer. Ich gucke mal spaßeshalber bei Park4Night… Und ein Platz bei einem kleinen Hafen zieht mich magisch an. Okay, also los… Unterwegs öffnet sich eine herrliche Hochebene mit Blick auf einen recht hohen markanten Berg. Hach, das wäre ja auch nicht schlecht, Milchstraße über dem Berg. Aber es gibt einfach keine Möglichkeit zum Parken. Und als es eine gibt, ist eine Hochspannungsleitung davor.

Also ab zur Küste. Es wird noch ein grandioser Canyon gekreuzt, dann geht es beständig mehr in die Zivilisation. Und hast du nicht gesehen rolle ich direkt und ohne Umschweife zu einem hübschen Parkplatz direkt am Wasser. Kurz ein kleine Irritierung, weil ich mich erst nicht traue, ganz vorne zu parken. Prompt kommt ein dickes LKW Womo und stellt sich dort hin. Da wo ich stehe, klappert aber irgendwas an einem Boot rum, da werde ich kein Auge zu machen. Also parke ich nach dem Essen nochmal um und stehe jetzt direkt an einer Ecke, mit Wasser auf zwei Seiten. Nur ein paar Mücken summsen mir ein Gute Nacht Lied 🤭🤣


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4 Replies to “Kroatien Tag 16”

  1. Habe heute umsonst deinen Beitrag auf fb gesucht. Lädst du deine Reiseberichte nicht mehr dort hoch? Tolle Landschaften, tolle Bilder. Wäre es kompliziert, die Bilder entsprechend im Text zu integrieren und nicht als batch am Ende vom Bericht, so könnte man das Bild zum Text haben und wüßte dann eher wovon die Bilder handeln.

    1. Liebe Sylvie, doch der Beitrag ist auch auf Facebook. Es war nur, wie hier auch etwas später als sonst.
      Kompliziert wäre das nicht mit den Bildern, aber zeitaufwändig. Ich wollte eigentlich auch zu jedem eine Bildunterschrift machen. Aber ich habe das Ganze ein wenig unterschätzt, und ich will ja auch noch etwas haben von meinem Abend und nicht nur am Rechner sitzen. Außerdem muss ich ein wenig mit dem Strom haushalten, wenn ich, wie jetzt gerade, tagelang ohne Campingplatz unterwegs bin.

      Herzliche Grüße und Danke, dass du mich begleitest.

  2. Liebe Britta, vielen Dank für diese wundervollen Bilder. Ich bin quasi ein Fan von Wasserfällen. Sie haben etwas Ursprüngliches. Sollte ich je in diese Gegend kommen, werde ich sie auch besuchen.
    Ich möchte dir aber auch meinen Respekt dafür zollen, daß du den Mut hattest, dich mit so einem minimalem Camperausbau auf so eine lange Tour zu begeben.
    Weiterhin viel Freude und tolle Erlebnisse.

    1. Vielen Dank Detlef,

      ich mag Wasserfälle auch sehr. Darum steht Plitivice unbedingt noch auf dem Programm.
      Naja, was heißt Minimalausbau, ich hab ja alles dabei was man braucht. Nur weil es nicht fest installiert ist, heißt es ja nicht, dass es nicht da ist 🙂

      Herzliche Grüße, Britta

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