Reiseblog Tag 6

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Im Tal von Névache – Frankreich

Die Nacht auf dem schnuckeligen kleinen Campingplatz bei Névache war sehr ruhig und ich habe bestens geschlafen. Das will etwas heißen bei mir – schlafen ist leider nicht meine Kernkompetenz. 😉 Vielleicht auch, weil es wirklich zapenduster ist hier, im Gegensatz zur Festbeleuchtung in Cannobio. Es ist bereits kurz nach 7 als ich aufwache. Und mich darauf freue, ganz in Ruhe mit Tisch und Stuhl zu frühstücken. Das macht man als Freisteher ja sonst eher selten. Da kocht frau sich den Kaffee und schnippelt den Obstsalat und sucht sich dann damit ein schönes Plätzchen. Oder kocht den Kaffee gleich am Strand. 😉 Aber so ein Campingplatz hat eben auch Vorteile.

Gerade ist alles bereit und ich lasse mich gemütlich mit Buch in der Morgensonne nieder, da fällt mir ein, dass ich vielleicht mal auf die Uhr schauen sollte. Heiliger Bimbam … schon viertel nach 8! Ich will heute wandern gehen im oberen Tal der Clarée. Und hatte gelesen, dass die Straße da hinter nur bis 9 Uhr befahren werden darf. Och menno … Aber es nützt nichts, wegen Rumsitzen werde ich nicht meine Wanderung riskieren. Also schnell alles eingepackt, der Kaffee ist zum Glück schon im Thermobecher, und los gehts. Recht bald geht die Straße den Berg hinauf. Unglaublich schön ist es hier im Tal, besonders jetzt im Morgenlicht. Aber ich traue mich nicht, anzuhalten und Fotos zu machen. Irgendwo muss ja die Schranke sein … Kommt aber keine und recht schnell bin ich am hinteren Ende angekommen. Schade, da hätte ich doch noch ein paar schöne Bilder machen können. Unter anderem bin ich an einem Feld mit wilden Narzissen vorbei gekommen, die herrlich leuchteten in der Morgensonne. 

Aber nun bin ich hier. Was wiederum auch gut ist, denn der Parkplatz füllt sich zügig. Ein paar Camper standen auch schon hier, als ich ankam. Die haben eindeutig übernachtet. Aber unten steht ein großes Schild, dass es verboten ist. Es ist ein Naturpark und da kennen die Franzosen glaube ich auch kein Pardon, falls wirklich eine Kontrolle kommt. Aber vielleicht wird es jetzt in der Vorsaison geduldet, wer weiß. Es wäre jedenfalls traumhaft hier zu stehen. Da könnte man wundervoll Milchstraße und Sonnenaufgang fotografieren. Aber ich glaube, das werde ich mich nicht trauen. Außerdem gibt es hier kein Netz. Und ich möchte erreichbar sein für meine Mutti. Die Netzlosigkeit wird auch den ganzen Tag auf der Wanderung so bleiben. Erstaunlich, dass es sowas noch gibt 😉 Und wichtig zu wissen, wenn man erreichbar sein muss oder will – oder Wanderkarten braucht. Die sollte man tunlichst vorher runterladen. Es ist aber auch alles ganz gut ausgeschildert hier. Wobei man sich bei den Entfernungen schon etwas verschätzen kann.

Aber erst genieße ich mal noch mein Frühstück. Und knipse ein paar Blümchen nebenbei. Dieses Jahreszeit ist einfach herrlich in den Alpen, wenn die Wiesen in voller Blüte stehen. Die Alpenrose sind hier leider noch nicht ganz so weit. Das muss auch toll aussehen, es gibt recht viele hier.

Für meine Wanderung habe ich mir eine überschaubare Runde ausgesucht, die an zwei Seen vorbei führt. Der obere davon liegt immerhin auf 2400m. Sie heißen Lac Long und Lac Rond. Es gibt hier aber noch sehr viel mehr Bergseen, die erwandert werden können. Aber ich hatte Anfang April auch das böse C und dies ist meine erste wirkliche Bergwanderung danach. Also die Sache lieber etwas langsamer angehen. Die insgesamt 11 km waren dann am Ende auch wirklich mehr als genug und ich bin gut „platt“ am Abend. Ganz kurz habe ich am Lac Rond noch überlegt weiter aufzusteigen zum nächsten See. Es ist so schön hier, dass das sehr reizvoll wäre. Aber, ausnahmsweise 😉 , war ich mal schlau und habe es nicht getan. Das wäre eindeutig zu viel gewesen. 

Der Abstieg geht dann immer am rauschenden Bach entlang und so mancher Wasserfall will noch fotografiert werden. Ich mache wenige Bilder mit der Kamera. Denn ich wollte leicht unterwegs sein und habe weder Stativ noch Filter mit. Aber das Handy kann „weiches Wasser“ ganz gut. 🙂

Wieder am Auto ist wirklich immer noch kein Netz. Schade, es wäre schon cool … Ein paar Camper stehen auch schon wieder da, die aussehen als wollten sie bleiben. Aber gut, auf dem kleinen Campingplatz am Fluss war es auch schön und ich bin eh viel zu müde für Milchstraße. Aber ein bisschen Fotografenfrevel ist das schon: Total klar, kein Mond und ich will schlafen gehen. Also streune ich nochmal rund um den Campingplatz, aber von hier unten stimmt einfach die Richtung für das Milchstraßenzentrum nicht und es gibt keine schöne Perspektive. Gut, dann eben nicht.

Dafür ist der Grill direkt am Fluss schnell angeworfen und im herrlichen Abendlicht der Abschluss der schönen Tages genossen. Ein vom Winde verwehtes Selfie mit „Heiligenschein“ springt auch noch raus dabei. Da staunt der Esel in der Nachbarschaft nicht schlecht. ☺ Sobald die Sonne weg ist wird es jedoch empfindlich frisch und ich mache es mir in meiner Kiste gemütlich. Hach, so lässt es sich doch gut aushalten. 

bsh

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